Pietro Mattina aus Stein sammelt mit großer Leidenschaft Sneaker
© Hans-Joachim Winckler
fein leben
14.09.2021, 14:35 Uhr

Wissen zum Angeben: Der Sneakerhype

Ja, es gibt sie: Leute, die bereit sind, für Sneaker mehrere Tausend Euro auszugeben. Egal ob Jordans, Yeezys oder weitere Sterne am Sneakerhimmel. Schuhe werden lange nicht mehr nur zum Tragen gekauft. Sie sind ein Statussymbol, eine Geldanlage und für manche sogar ein ganzes Business.

Converse machte den Anfang

Um herauszufinden, wo der Ursprung der Sneaker liegt, musst Du tief in den Geschichtsbüchern graben. Ende des 19. Jahrhunderts trat der Begriff "Sneaker" erstmals in Zeitungen und Werbungen auf. Das Wort "Sneaker" stammt vom englischen Begriff "to sneak" (deutsch: schleichen) ab, denn die damaligen Turnschuhe waren deutlich leiser als die Lederschuhe, die zu dieser Zeit getragen wurden. Den Sneakerstart machte Converse mit seinen knöchelhohen "Chucks", so wie Du sie heute noch kennst. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten kam der Erfolg: Erst als die US-Basketball-Nationalmannschaft die Converse zu ihren offiziellen Schuhen machte, wurden sie zum Verkaufsschlager. Die Chucks gelten heute mit über einer Milliarde verkauften Modelle als die erfolgreichsten Sneaker der Welt.

Der Beginn einer neuen Epoche

Pietro Mattinas Sammelleidenschaft zieht sich schon ein ganzes Stück. 1984 und Michal Jordans Schuhwerk veränderten für ihn alles. 
Hans-Joachim Winckler

Der richtige Hype um Sneaker kam jedoch erst mit Michael Jordan: Nike designte dem Basketballspieler den Air Jordan I in Schwarz-Rot. Diese Schuhe trug er erstmals bei seinem Spiel für die Chicago Bulls, obwohl die Kolorierung gegen die Mannschaftsfarben verstießen. Damals wusste er aber noch nicht, was er für Generationen damit beeinflussen würde. Unser Sneaker-Profi Pietro Mattina erzählt, wie es ihm zu dieser Zeit ging. "An den Füßen trug ich damals Adidas oder Puma", sagt er, "wegen der Nähe zu Herzogenaurach." Doch Ende der 80er trat auch er in Kontakt mit Basketball, Hip-Hop und dem Style, der bei ihnen zu dieser Zeit getragen wurde. Weite Hosen und knöchelhohe Schuhe - das war damals Trend. "Mein erster Basketball-Schuh war ein Jordan IV Bred von Nike.", erzählt Pietro stolz, "er war lange Zeit mein Heiligtum."


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Limitierte Schuhe in Sneaker-Gruppen finden

fein leben
02.12.2021, 14:49 Uhr

"Mit der Zeit wächst die Summe, die man bereit ist, für einen Schuh zu zahlen"

"Die große Liebe zu Sneaker begann jedoch erst bei unserem Sneaker-Profi mit diesem Schuh: dem "Nike Air Max 90 Hyperfuse". Das war ein zur damaligen Zeit limitierter Schuh, der für die Olympischen Spiele 2014 in London designt wurde. Um Pietro war es geschehen, er musste diesen Schuh unbedingt haben. "Ich fing an, gezielt nach ihm zu suchen.", sagt Pietro.

Der Style muss zusammenpassen: Pietro Mattina sammelt längst nicht mehr nur Sneaker. 
Hans-Joachim Winckler
Und das tat er in sogenannten Sneaker-Gruppen. Sneaker-Gruppen bestehen aus einer bunten Mischung an Leuten, die auf der Suche nach einzigartigen und stark limitierten Sneaker sind. Die Leute nennen sich selbst "Sneaker-Heads". In diesen Gruppen werden mit Turnschuhen gehandelt. Sie kommen an Schuhe, die es nicht oder nicht mehr auf dem Markt gibt.

Das zeichnet einen Sneaker-Head aus

fein leben
feine Stadt
06.02.2021, 15:33 Uhr

Mode der Zweitausender: Was kommt wieder?

Sneaker-Heads erkennst Du logischerweise daran, dass sie eine Unmenge an Sneakern besitzen. Zu jedem Outfit haben sie passende Turnschuhe parat. Egal, ob jemand 100 Paar Stan Smith besitzt oder 30 limitierte Paar, ein Sneaker-Head hat ein Auge für Schuhe und trägt sie gerne. Manche von ihnen campen sogar mehrere Nächte vor Sneaker-Läden, um einen limitierten Schuh, wie zum Beispiel den Yeezy zu bekommen. Leider ist es für Sneaker-Fanatiker heutzutage kaum mehr möglich, limitierte Paare über das Internet zu kaufen, da die Sneaker-Boosts ihnen alles vor der Nase wegschnappen.

Das verbirgt sich unter Boosts

Sneaker-Boosts sind Programme, die automatisiert besondere Sneaker direkt nach dem Release kaufen. Diese Programme laufen auf extrem schnellen Servern, was bedeutet, dass die Boosts innerhalb von wenigen Sekunden einen Sneaker in den Warenkorb geben und anschließend kaufen. Das passiert so schnell, dass normale Leute ohne Boost fast keine Chance haben, um an die Sneaker zu kommen. Daher greifen immer mehr Leute zu den Boots, um an begrenzte Sneaker zu kommen.


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Gezwungen zum Sneaker-Head

Viele junge Menschen lassen sich heutzutage von ihrem Umfeld stark beeinflussen, gerade bei Sneaker. Sie möchten stehts auf dem Laufenden bleiben, bei jedem Trend mithalten können und das tun, was ihr Idol auch gerade macht. Sie wollen dazugehören und mit dem Tragen von angesagten Sneaker an Anerkennung gewinnen.

Mode aus den 200er: Das kommt wieder

Antonia Raum