Während des Lockdowns fehlte Koch Tim Kohler vor allem das Zusammenspiel zwischen ihm und seinen Gästen. 
© Michael Matejka, NN
feine Stadt
fein leben
10.04.2022, 15:37 Uhr

Wirt, Gastronom, Vater: Tim Kohler

Sieben Fragen über das Leben und seine Abenteuer an ein bekanntes Gesicht aus Stadt und Region - das ist unsere Porträt-Rubrik "Feine Leute". Heute mit: Tim Kohler (31), Koch und Gastronom in Nürnberg.

Gastronom Tim Kohler wurde in Fürth geboren, sieht sich selbst aber als Nürnberger. Seine Kochkünste hat er von Zwei-Sterne-Koch Thomas Kellermann auf Burg Wernberg in der Oberpfalz erlernt und bei ihm auch verfeinert. Inzwischen besitzt Kohler zwei Restaurants in Nürnberg. Das "Globo" und "Einzimmer Küche Bar" bieten Essen auf hohem Niveau im schönen Ambiente. Inspiriert von den Sterneköchen dieser Welt, der Natur und seinen Werten interpretiert er das Erlebnis des Essengehens neu. In seinen beiden Restaurants ist der 31-Jährige Hausmeister, Personalplaner, Gastgeber, Kummerkasten und nebenbei noch kreativer Koch. Kohler bezeichnet sich selbst als absoluten Bauchmenschen, der Entscheidungen vorher fühlt und spürt. Selbst möchte er kein Sternekoch werden, da ihm das Urteil seiner Gäste wichtiger ist, als das von Juroren. Neben dem Beruflichen läuft es bei Tim privat auch gut: Im Januar 2021 wurde er zum ersten Mal Vater.

Was lässt Dein Herz hüpfen?

Gutes Essen, guter Wein und gutes Bier. Noch mehr Freude bereitet es mir, wenn ich das mit meinen Freunden genießen kann.

Was ist das (Schönste an Nürnberg) für Dich?

Nürnberg ist für mich eine familiäre Stadt, in der man schnell jemanden kennenlernen kann. Dazu bietet Nürnberg einem die Chance, coole Dinge zu machen, um damit man als Gastronom und Unternehmer ein Alleinstellungsmerkmal zu besitzen.

Wovon dürfte es mehr geben?

Es dürfte mehr Solidarität, Nächstenliebe und Tierwohl geben. Egoistisches Denken sollte weniger präsent sein.

Was fasziniert Dich an Deiner Arbeit (am meisten)?

Dass ich meiner Herzlichkeit Ausdruck verleihen kann, indem ich Gastgeber für meine Gäste sein kann. Ich gebe mein Empfinden an sie weiter und möchte etwas Neues schaffen, kreativ sein. Dabei denke ich nicht nur an das Essen, sondern auch an das Ambiente. Es gibt immer etwas zu verbessern - auch wenn es nur ein Stuhl ist. Es ist ein dauerhafter Prozess, alles zu verbessern und weiter kreativ zu sein.

Was bringt Dich zur Weißglut?

Das sind zwei Dinge. Zum einen, wenn man sich mit etwas nicht befasst und es trotzdem ablehnt, ganz nach dem Motto: Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Zum anderen, wenn man Anweisungen ignoriert und immer wieder den gleichen Fehler begeht. Das treibt mich zur Weißglut.

Wann hast Du das letzte Mal was zum ersten Mal gemacht?

Ich bin im Januar 2021 zum ersten Mal Vater geworden.

Was war Dein größtes Abenteuer?

Mein größtes Abenteuer war die Zeit im inzwischen geschlossenen Hotel Burg Wernberg. Dort habe ich unter dem Sternekoch Thomas Kellermann gelernt und gearbeitet. Das war eine crazy Zeit, in der ich Einiges erlebt habe.


Das sind die Sterneköche 2022 aus der Region

fein genießen
feine Stadt
11.03.2022, 09:58 Uhr

Guide Michelin 2022: Das sind die Sterne-Restaurants der Region

Veles in Nürnberg ist neu im Sternehimmel des Guide Michelin

fein genießen
feine Stadt
08.01.2022, 11:31 Uhr

Regionale Zutaten im Fokus: Veles-Koch Vadim Karasev erklärt "Produktküche"

Diese Restaurants und Cafés sind neu in Nürnberg

Das macht Frankens Vorzeige-, Sterne- und TV-Koch in Sachen Nachhaltigkeit

fein genießen
feine Stadt
16.02.2022, 12:26 Uhr

"Dann gibt es eben Piranha statt Hummer": Sterne-Koch Alexander Herrmann über Nachhaltigkeit

Rainer Bayer