Schick, oder? Der "gArteN", der im Klosterhof des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg aufgeploppt ist, überzeugt mit sommerlicher Idylle. 
© Eduard Weigert
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20.07.2022, 11:21 Uhr

Sommer-Schmuckstück: Im Klosterhof im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg kannst Du jetzt essen

Im Klosterhof des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg lässt es sich ab sofort sommerlich speisen. Das im Museum beheimatete Café Arte, das slowfood-prämiert ist, zieht es nach draußen. Im hübschen Ambiente kriegst Du vor allem Leichtes serviert.

Einst verbrachten hier Kartäusermönche, von der Außenwelt abgeschieden, ein Leben in Einsamkeit, Schweigen und Gebet. Jeder Ordensbruder wohnte seinerzeit, also ab etwa 1430, in einem der um den großen Kreuzgang herum gebauten winzigen Häuschen mit kleinem eigenem Garten, wo sie ihr karges Essen zum Großteil selbst anbauten. Die Mönche waren Vegetarier.

Heute lässt sich in einem der an die drei noch erhaltenen historischen Mönchshäuser angrenzenden Gärten unter einer herrlichen Trauerweide fürstlich speisen - auch Fleisch sowie Fisch - und Geselligkeit pflegen. Der romantische Ort, der kleine Klosterhof im Geranischen Nationalmuseum, umgeben von den jahrhundertealten efeuberankten Gebäuden des ehemaligen Kartäuserklosters wird neuerdings gastronomisch bespielt. Im „gARTEn“ tischt das Team des Arte, des Café-Restaurants im GNM, mit Küchenchef Andreas Maierhofer auf.

Wann ist geöffnet?

Dienstags bis sonntags von 10.00 bis 18 Uhr kann der Gast in zauberhafter Kulisse zur Ruhe kommen und sich kulinarisch verwöhnen lassen. Frühstück gibt es ab 10.00 Uhr und Mittagessen ab 11.30 bis 17.00 Uhr. Mittwochs ist der „gARTEn“ bis 20.30 geöffnet. Die Öffnungszeiten richten sich nach denen des GNM. Dieses, weil der Zugang sowohl des Café Restaurants Arte als auch der zum Klostergarten ausschließlich über das Foyer des GNM möglich ist.

Was steht auf der Karte?

Kredenzt werden kleine feine Gerichte. Auf handwerkliche Art zubereitet, naturbelassen einfach und à la minute gekocht, steht der Geschmack der verwendeten Produkte im Vordergrund und Nuancen und Gewürze sind klar zu definieren. Dabei kommen überraschende Kompositionen auf den Tisch, wie etwa ein erfrischender Tomaten-Erdbeer-Salat mit Schafskäse und Basilikum, der durch seine perfekte Balance von leichter Süße, Säure, Bitternote und Schärfe besticht. Als kleine Sensation entpuppt sich auch ein Carpaccio der besonderen Art, nämlich mit Sepia und einem Fenchelsalat, der selbst diejenigen mit der knackigen Knolle versöhnt, die ihr normalerweise so gar nichts abgewinnen können.

Hier werden Dir vorwiegend leichte, regional-saisonale Speisen serviert - zum Beispiel ein Carpaccio aus Sepia mit Fenchelsalat. 
Eduard Weigert

Viel Wert auf saisonale, regionale Bio-Produkte

Auf der wöchentlich wechselnden, sachlich formulierten Speisekarte findet sich neben frischem saisonalem Essen auch Herzhaftes neu interpretiert, wie Schweinefilet, mit 19,50 Euro - preislich der Spitzenreiter auf der Karte - und die Klassiker, sechs Nürnberger Bratwürste mit Meerrettich und Kartoffelsalat für 10.50 Euro. Dass der Kartoffelsalat hausgemacht ist, versteht sich von selbst; in der Küche des Österreichers Maierhofer sind Convenience Produkte – Fertigprodukte - tabu genauso wie Geschmacksverstärker, Aromen und Zusatzstoffe. Die Zutaten sind weitestgehend saisonal, regional und Bio. Das geht aus der Liste der Bezugsquellen hervor. Käse beispielsweise kommt von Feinkost Langer in Mögeldorf, das Wild aus eigener Jagd im Reichswald, Obst und Gemüse von Marcus Deuerlein, Lauf.

Von morgens bis abends: Du kannst Dich hier zum Frühstücken treffen oder auch ein atmosphärisches Date am Abend hierher verlegen. 
Eduard Weigert

Das Café Restaurant Arte und damit auch gARTEn entspricht mit der Qualität seiner Rohprodukte und deren Verarbeitung seit geraumer Zeit den Kriterien von Slow Food. Und so findet es sich auf Empfehlung des Conviviums Nürnberg, der regionalen Gruppe von Slow Food, auch in der neuesten Ausgabe des Genussführers Deutschland der Organisation wieder. Im Fokus stehen hier nicht Sternelokale und teure Spitzengastronomie, sondern Gasthäuser und Restaurants, die die Prinzipien „gut, sauber, fair“ täglich umsetzen und ihre Gäste mit einladendem Ambiente und freundlichem Service begrüßen. Slow Food Deutschland (SFD) wurde vor 30 Jahren als erster nationaler Verein außerhalb Italiens gegründet.


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