So kümmerst Du Dich plastikfrei um deine tierischen Mitbewohner.
© Silvia Marks
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So lebst Du plastikfrei mit Haustier

Immer mehr Menschen achten auf ein ressourcenschonendes und umweltbewusstes Leben. Egal ob Müllvermeidung, Verkehr oder beim Blick auf die Ernährung. Doch das Leben der Haustiere wird dabei meist nicht mit bedacht. So kannst Du auch bei Futter, Klogang und beim Spielen auf Nachhaltigkeit achten.

Umweltbewusster Speiseplan für Hund und Katze

Katzen und Hunde essen Fleisch und das ist nicht besonders gut für die Umwelt. Doch aus Gesundheitsgründen solltest Du es den Tieren nicht abgewöhnen. Du kannst aber darauf achten, dass Du Futter mit Bio-Fleisch kaufst. Vegetarische oder vegane Ernährung besonders bei Hunden wurde in den vergangenen Jahren stark diskutiert. Falls Du darüber nachdenkst, besprich dies auf jeden Fall mit Deiner Tierärztin oder Deinem Tierarzt.

Etwas Müll lässt sich vermeiden, wenn Du Das Futter für Dein Tier in Vorratspackungen kaufst.
Stefan Hippel

Ein großes Problem ist die Verpackung des Futters: Diese besteht entweder aus Plastik, Weißblech oder Aluminium. Dosen können zusätzlich teilweise aus Plastik bestehen. Wenn sie richtig entsorgt werden, kann Weißblech gut recycelt werden, verbrauchen aber bei der Herstellung viel Energie. Trockenfutter gibt es in Papierverpackungen. Da dieses auch geöffnet lange haltbar ist, kaufe es in großen Mengen, um Müll zu vermeiden.


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Nassfutter gibt es bei unterschiedlichen Anbietern im Glasbehälter. Diese sind zu hundert Prozent recycelbar. Futter wird auch in der sogenannten Tetra-Recart-Verpackung angeboten. Diese hat den Vorteil, dass sie in großen Teilen aus recyceltem Material besteht und der CO2-Verbrauch bei Herstellung und Transport geringer ist als bei Dosen oder Glas. Das Problem ist das aufwendige Recycling.

Natürlich kannst Du Deine liebsten Mitbewohner auch frisch bekochen.
imago

Du kannst auch gar nicht auf Fertigfutter zurückgreifen, sondern die Tiere mit frischen Produkten füttern. Das sogenannte Barfen (born again raw feeders oder bones and raw food) ist besonders bei Hundehalterinnen und Hundehaltern beliebt. So kannst Du auch den Pflanzenanteil des Futters nach Bedarf erhöhen. Bespreche diese Methoden jedoch unbedingt mit Deiner Tierärztin oder Deinem Tierarzt, damit Dein Haustier keinen Mangel an wichtigen Substanzen leidet. Falls Dir das zu viel Arbeit ist, kannst Du dennoch schnell und einfach Leckerlis für Deinen Liebling selbst herstellen.

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Deep Talk Dienstag: Mit Umwelt-Tipps die Welt retten?

Vegane Haustiere

Kleintiere wie Kaninchen, Meerschweinchen oder Hamster sind von Natur aus Pflanzenfresser. Die umweltbewusste Ernährung ist bei ihnen also recht einfach umzusetzen. Achte aber auch hier auf die Verpackung des Futters. Falls Du frisches Gemüse, Gräser oder Kräuter fütterst, solltest Du auf Bio-Produkte zurückgreifen oder sie im Sommer im Garten oder auf dem Balkon selbst anbauen.

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Nachhaltigkeit beim Klogang

Auch beim Klogang kann man bei Hunden und Katzen auf Nachhaltigkeit achten. Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer sind mindestens zwei Mal am Tag im Grünen unterwegs. Dabei solltest Du darauf achten, dass Dein Hund keine Wildtiere reißt oder Du auf privaten Wegen landest. Für das Hundegeschäft muss man immer einen Beutel dabeihaben, damit der Kot nicht die Stadt oder die Wege verschmutzt. Die Schätzungen gehen auseinander, aber es gibt etwa zehn Millionen Hunde in Deutschland. Diese verrichten ungefähr zwei Mal am Tag ihr Geschäft. Das macht 20 Millionen Plastikbeutel am Tag. Die Beutel gibt es aber auch aus Papier, Pappe und anderen kompostierbaren Stoffen wie Maisstärke. Jedoch sind diese in der Regel um einiges teurer als Plastikkotbeutel.

Kompostierbare Behälter sorgen für Nachhaltigkeit beim Hundegeschäft.
Michael Langer

Katzenstreu gibt es biologisch abbaubar. Katzenstreu wird über den Restmüll entsorgt. Auch wenn es dann in der Müllverbrennungsanlage landet, ist die biologisch abbaubare Variante besser, da es weniger Energie braucht und rückstandsfreier verbrennt. Bei Streu aus Pflanzenfasern kannst Du einzelne Kotstücke und Klumpen in der Toilette entsorgen, aber nie den Inhalt des ganzen Katzenklos. Generell wird davon aber abgeraten. Insgesamt ist die Katzenstreu ergiebiger, umso öfter man die Klumpen entfernt.

Spiel, Spaß und Entertainment

Damit Deinem Haustier nicht langweilig wird, solltest Du mit ihm spielen. Egal ob Hund, Katze, Maus, Hase oder Ratte. Spielzeug für Tiere lässt sich ganz einfach selbst basteln. Gekauftes Spielzeug besteht oft in Teilen aus Plastik und ist darin verpackt. Aus alter Kleidung und Stoffresten lässt sich sehr schnell ein Schnüffelteppich oder ein Schnüffelball basteln. Auch aus alten Socken oder Tennisbällen kann man etwas Spaßiges herstellen. Viele Tiere beschäftigen sich stundenlang mit einfachen Dingen aus dem Haushalt. Katzen spielen zum Beispiel gerne mit Kartons, Klopapierrollen oder Wattestäbchen. Mäuse kann man gut mit Pappröhren und anderen Produkten aus Papier beschäftigen.

Adopt don't shop

Es gibt also Möglichkeiten auch bei deinem Haustier auf die Umwelt zu achten. Das fängt oft schon damit an, wo du das Tier herbekommst. Wir empfehlen dir Haustiere aus dem Tierheim oder Tierschutzvereinen zu adoptieren. Auch Kleintiere kannst du bei vielen Tierschutzvereinen bekommen. Diese Lebewesen warten oft schon lange und geduldig auf ein neues Zuhause. Besonders bei Hunden gibt es viele Mischlinge, die ein neues Heim suchen. Auch den Kauf von überzüchteten Tieren, wie dem Mops, solltest Du Dir gut überlegen.


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Annika Stecher