Bereits weit vor 22 Uhr bilden sich am Freitag, 1. Oktober, lange Schlangen voller Feiernder - hier vor dem Mach 1.
© Max Söllner
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So fühlt es sich an, wieder im Club zu tanzen

Ausgelassene Stimmung zum Reopening: Die Tanzflächen sind (wieder-) geöffnet. Nach 565 Tagen war es endlich so weit: Am Freitagabend durften die Clubs und Diskotheken in Bayern ihre Türen öffnen. Der Einlass war um Punkt 22 Uhr – auf den Social-Media-Kanälen der Clubs und den riesigen Bildschirmen vor den Eingangstüren lief der Countdown. Doch wie fühlt es sich eigentlich an, nach knapp zwei Jahren wieder feiern gehen zu dürfen? Wir waren in der Altstadt und haben uns ein Bild gemacht.

Kurz nach 21 Uhr versammeln sich die ersten Feierlustigen vor dem Rosi Schulz in der Luitpoldstraße 13. Max Geiger ist Geschäftsführer und kann es kaum glauben, dass nach 17 Monaten Funkstille im ‚Rosi‘ wieder gefeiert werden kann. „Es ist der Wahnsinn endlich wieder öffnen zu können. Vieles war sehr kurzfristig und wir wussten bis gestern nicht, ob wir wirklich aufmachen dürfen, aber am Ende hat alles geklappt. Es ist auch mega, dass wir schon um 22 Uhr öffnen dürfen. Die Leute müssen nicht bis Mitternacht warten und können zwei Stunden länger feiern. Das wird ein geiler Abend!“, so Max.

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Endlich wieder da: Das solltest Du für Deinen Clubabend wissen

Die Voraussetzungen für einen Clubbesuch wurden am 30. September durch das bayerische Kabinett verkündet: Um mitfeiern zu dürfen, müssen die Besucherinnen und Besucher geimpft, genesen oder getestet sein. Bei Letzterem ist jedoch nur ein negativer PCR-Testnachweis gültig. Dafür darf im Club ohne Maske und ohne Mindestabstand gefeiert werden. Um das unnötige Warten zu verhindern, wurde das sogenannte 3G plus-Modell auch auf den Instagram-Kanälen der Clubs und Diskotheken bekannt gegeben.


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Whatta feeling: Endlich stehen wir wieder am Tresen und bestellen Drinks - hier im Rosi Schulz am Freitag.
Hicran Songur

„Die Voraussetzungen sind für uns kein Problem“, sagt Philip, der darauf wartet, im Mach 1 in der Kaiserstraße zu feiern. Er und seine beiden Freundinnen seien geimpft. Clara ist für den Clubbesuch mit ihren Freundinnen und Freunden aus Köln angereist. „Es ist für mich jetzt auch ganz neu wieder anzustehen, weil in NRW ist es schon seit Wochen gang und gäbe gewesen, dass wir wieder feiern dürfen. Man hat schon etwas Angst, so ganz ohne Mindestabstand und Maske, aber die Maßnahmen können auch nicht für immer bleiben. Wenn man die Clubs noch länger zuhält, wird es ein Clubsterben geben. Das wäre nicht nur für die Betreiber schlimm, sondern auch für Leute wie uns, die einfach feiern gehen wollen.“ Ihre Freundin Kira ist besonders aufgeregt: Sie ist während der Corona-Pandemie 18 geworden und war seitdem nicht mehr in Diskotheken. „Ich war schon vor Corona in Clubs, aber das ist jetzt das erste Mal feiern ohne Mutti-Zettel.“, erzählt die inzwischen 19-jährige.


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Selbst das Warten vor dem Club wird an diesem sogenannten Freedom Day als Akt des Feierns angesehen und das, obwohl die Schlange vor dem Mach erst kurz vor der Lorenzkirche endet. Es wird gelacht, geredet und teilweise bricht auch ein Freudenschrei aus – nur Beschwerden hört man keine. „Ich stehe seit 50 Minuten an der Schlange und freu mich schon sehr auf den Abend“, erzählt uns Sonya vor dem Mach. „Ich war zwar im Ausland feiern, aber als Söder verkündet hat, dass die Clubs auch in Bayern wieder öffnen dürfen, habe ich mich sehr gefreut. Wieder in der Heimat feiern zu dürfen ist doch noch mal was anderes. Die Corona-Maßnahmen sind natürlich wichtig, aber eine Clubbesuch mit Maske und Mindestabstand wäre komisch gewesen.“

Volle Tanzfläche voller ausgelassener Feierfans im #Schimanski.
Hicran Songur

Um 22 Uhr hat das lange Warten ein Ende: Tanzend, lachend, aber auch nervös werden die Tanzflächen wieder abgestaubt. Cocktails wandern über die Theken und der DJ darf nach langen Warten seine Playlist einweihen. Obwohl wir uns vorgenommen haben, den Club als Redakteurinnen und Redakteure zu besuchen, lassen wir es uns am Ende nicht nehmen, mitzufeiern. Im Club #Schimanski in der Adlerstraße 36 haben wir unseren Feierabend, die Wiedereröffnung der Clubs und alles andere, was in den vergangenen knappen zwei Jahren nicht zelebriert werden konnte, richtig gefeiert.

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Low-Budget-Cocktails in Nürnberg

Hicran Songur