Präsentieren das Spektrum der neuen Location an der Satzinger Mühle auf einen Blick: Crisovalantis Krapis, Stefanos und Nikolaos Giannikis (v.li.) vom Mylos-Team.
© Eduard Weigert
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Neu in Nürnberg: Mylos

Die einstige „Satzinger Mühle“ wird endlich wieder bewirtschaftet. Seit wenigen Wochen speist man bei schönem Wetter auf der herrlichen Terrasse griechisch/mediterran, isst ein Eis oder trinkt abends einen Cocktail. Das Mylos ist vor allem als ausgesprochen schöne Location ein Tipp.

Eigentlich müsste dieses Fleckchen ein gastronomisches Kinderspiel sein. Die unmittelbare Lage an der Pegnitz, der Blick ins Grüne und dabei das stete Plätschern der alten Mühle im Ohr, wenn man auf der großen Terrasse mit den schönen Holzpanelen unter großen weißen Schirmen sitzt. Hier kommen Spaziergänger vorbei, andere gezielt, denn den Nürnbergern ist die einstige „Satzinger Mühle“ als Institution, vor allem als idyllisches Plätzchen bekannt.

Ein Filetstückchen für Betreibende und Gäste: Die Satzinger Mühle in Nürnberg. Hier ist jetzt das Mylos zu finden. 
Eduard Weigert

Doch in den vergangenen Jahren hatte es gleich zwei Pächter-Wechsel gegeben – ganz im Gegensatz zu früher: Mehr als 20 Jahre war das beliebte Restaurant, das in den 80ern eine angesagte Diskothek war, unter ein und derselben Führung gelaufen. Zuletzt war hier allerdings eineinhalb Jahre dicht, nachdem sich die beiden letzten Pächter beruflich getrennt hatten.

Restaurant, Eiscafé, Bar

Nun wollen die beiden Famililen Maiou und Giannikis aus dem nordgriechischen Trikala ein bisschen Griechenland an die Pegnitz bringen und dabei auch als Eiscafé und Bar am Abend bei den Gästen punkten. „Diese Kombination gibt es so noch nicht“, sagt Crisovalantis Krapis, der im Mylos für den Service zuständig ist.

Verschiedene Nischen und Ebenen machen das große Restaurant gemütlich.
Eduard Weigert

Dabei fehlt sowohl in den von einem griechischen Innenarchitekten äußerst stilvoll gestalteten Räumen mit grauen, mintgrünen und braunen Sesseln jeder Ägäis-Kitsch. Das Café besticht durch seine indirekte Beleuchtung, die Spiegelkacheln machen den kleinen Raum optisch größer, während künstliches Moos ein wenig Grün an die eher dunkel gehaltenen Wände bringt.


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Das große Restaurant mit immerhin 110 Plätzen ist Dank verschiedener Ebenen und Nischen dennoch gemütlich. Auf zu viele Accessoires hat man auch hier zugunsten unterschiedlicher Deckenleuchten und ein paar Bildern in den doch farbenreichen Räumen zum Glück verzichtet.

Der Blick auf die Hauptspeisen hält keine großen Überraschungen bereit. Experimente aus der Küche gibt es hier nicht, sondern Klassiker zwischen Gyros (12,50 Euro), gebratenen oder gebackenen Calamari (15 Euro), zarter Lammhaxe aus dem Ofen (15,50 Euro) und Feinem vom Grill (ab 12,50 Euro).

Überraschungen bei den Vorspeisen

Bei den Vorspeisen sieht das etwas anders aus und bestätigt den Anspruch des Teams, auch moderne und eher unbekannte Gerichte präsentieren zu wollen. Da wären etwa die Dakos, eine typisch kretische Vorspeise, die man gut als griechische Bruschetta beschreiben könnte. Sie werden belegt mit Tomaten, Zwiebeln und geriebenen Feta serviert. Auch einen Kefalotiri (7,50 Euro), wobei es sich im Mylos um einen gebratenen Hartkäse handelt, bekommt man nicht überall.

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Gleiches gilt für den Manouri-Salat (10,90 Euro). Dabei wird der gebratene Ziegenkäse auf gemischtem Salat mit Orangen, Walnüssen und Honig serviert. Bei den Klassikern unter den Vorspeisen freuen wir uns, dass wir uns nicht für eine oder zwei Cremes entscheiden müssen: Bei der Dip Variation (6 Euro) kann man von Zaziki, Feta-Creme und Taramas auch Auberginencreme auf dem Teller kosten.


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Das Kuchenangebot in der Vitrine wechselt auch Saison bedingt – doch das Baklava darf freilich nicht fehlen. Wie auch das Galaktoboureko (5,30 Euro) auf der Karte. Dabei handelt es sich um mit Vanillecreme gefüllten Blätterteig - eine traditionelle, wenn auch in der Herstellung etwas aufwändige griechische Nachspeise. Denn das Mylos mag ein zauberhafter Ort für Kaffee, Eis und Kuchen am Nachmittag sein und einen Wein am Abend. Es ist vor allem ein bisschen Griechenland an der Pegnitz.

Irini Paul