Phil Anselmo, Sänger der Metalband Pantera.
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24.01.2023, 16:14 Uhr

Nach Hitlergruß-Eklat: Veranstalter von Rock im Park werfen Pantera aus Line-Up

2016 zeigte Pantera-Sänger Phil Anselmo bei einem Konzert den Hitlergruß. Bei Rock im Park 2023 sollte die Band dennoch auftreten - eigentlich. Nun haben die Veranstalter ihre ursprüngliche Entscheidung, die Band auftreten zu lassen, revidiert.

Nun ist es fix: Trotz zunächst anderslautender Ankündigung wird die US-amerikanische Metalband Pantera nicht bei Rock im Park und Rock am Ring 2023 auftreten - das verkündeten die Veranstalter am Montagabend über ihren Instagram-Kanal. Man habe in den vergangenen Wochen "viele intensive Gespräche" mit Künstlern, Partnern und Fans geführt und sei letztlich zu dem Entschluss gekommen, die Band nicht auftreten zu lassen.

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Hitlergruß-Video von Pantera-Sänger: Wirbel um Rock im Park-Zusage

Vorangegangen war eine mehrwöchige und teils hitzige Diskussion über den geplanten Auftritt der Band, nachdem bekannt geworden war, dass Sänger Phil Anselmo bei einem Konzert 2016 den Hitlergruß gezeigt und die rassistische Parole "White Power" gerufen hatte. Während zahlreiche Fans und regionale Politiker forderten, die Band bei Rock im Park und Rock am Ring nicht auftreten zu lassen, beschlossen die Veranstalter zunächst, der Band "eine Chance zu geben und somit unzähligen Rockfans den Traum zu erfüllen, das Werk von Pantera noch einmal live zu erleben", nachdem die Band verkündet hatte, sich trotz des Todes der Band-Gründer und Brüder Vinnie Paul und Darrell Abbott wieder zusammenzuschließen.

Die Veranstalter hatten bereits vor der Buchung der Band für die Festivals von der Entgleisung Anselmos gewusst, wiesen aber zunächst darauf hin, dass dieser sich von seinem Verhalten distanziert habe: "In mehreren Gesprächen wurde uns glaubwürdig versichert, dass Phil Anselmos Verhalten von 2016 in keinem Fall die Ansichten der Band widerspiegelt und er sein Auftreten aufrichtig und tief bereut. Phil Anselmo hat sich mehrfach öffentlich für sein Verhalten und seine Aussagen entschuldigt", heißt es in dem Statement.

Dennoch folgte nun, knapp zwei Wochen nach dem zitierten Statement, doch die Kehrtwende: Man habe sich mit der Kritik weiter auseinandergesetzt und beschlossen, die Band aus dem Programm zu nehmen.


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Christian Urban