Jetzt gibt es auch Bewährtes aus der fränkischen Küche: Zum Beispiel ein knuspriges Schäufele.
© Irini Paul
fein genießen
24.01.2023, 08:12 Uhr

In der Altstadt: "Die Wirtschaft" serviert nun auch Originale der Nürnberger Küche

Es ist ein etwas anderes Gasthaus unweit des Hauptmarktes. Seit Ende Oktober 2020 kredenzt "Die Wirtschaft" fränkische Küche modern interpretiert mit fränkischen Tapas und dabei doch ganz nah an den Ursprüngen. Nun gibt es kulinarische Neuigkeiten.

Eigentlich dreht sich im Gasthaus "Die Wirtschaft" im Gebäude der Industrie- und Handelskammer alles rund um kalte und warme "Gudzerla" auf der Speisekarte, die durch eine kleine Tages- und Wochenkarte ergänzt wird.

Diese "Gudzerla" werden in Tapas-Manier in kleinen Portionen serviert, so dass man sich abwechslungsreich durch die Karte von angemachtem Limburger und Camembert mit Paprika & Zwiebel (5,50 Euro) bis hin zu Tatar vom gebeizten Bachsaibling mit Crème fraîche, Zitrone und frischen Kräutern (8,50 Euro) schlemmen kann. Hier geht es zünftig und dennoch nicht altbacken zu. Passend dazu gibt es unter anderem das hauseigene Bier "Freidla", das die Schanzenbräu an der Stadtgrenze braut.

Die Philosophie ist stimmig zu dem modern-schlicht gehaltenen Gastraum an der Waaggasse. Doch nun wird die Speisekarte um "Nürnberger Originale" erweitert, die von Nürnberger Rostbratwürsten, entweder gebraten auf einem gut gekochten Fasskraut mit Senf & Krustenbrot oder als "Saure Zipfel" gekocht im Gewürz–Zwiebelsud ebenfalls mit Krustenbrot (ab 9,90 Euro) serviert werden, bis hin zu Schweinebraten mit Kümmelbiersoße, Bayerisch Kraut und Kartoffelkloß (15,80 Euro).

Wir entscheiden uns für das Schäufele, dass schön zart und mit einer krossen Kruste an einer kräftigen Dunkelbiersoße, zwei kleinen Kartoffelklößen und einem reichlichen und vor allem sehr bunten Beilagensalat (17,90 Euro) aus der offenen Küche kommt.

Geschickt werden die Klassiker vom neuen Küchenchef William Hirsch und seinem Team. Der bisherige Souschef hat vor kurzem die Nachfolge von Tim Stricker übernommen, der seit der Eröffnung im Oktober 2020 die Fäden in der Küche gezogen hatte.

"Dass wir unsere Standard-Karte nun erweitert haben, ist dem Wunsch unserer Gäste geschuldet", so Geschäftsführer Jens Brockerhof (unter anderem "Tafelzier", "Brasserie Nitz"). Immer wieder habe es Nachfragen unter anderem nach Braten gegeben, so Brockerhof.

Ungeachtet dessen soll es die "Gudzerla" auf der Karte aber auch weiterhin geben. Die wären dann eine gute Idee etwa als Vorspeise - wer besonders viel Hunger hat.

Mehr Informationen über "die Wirtschaft" in unserer Rubrik Essen und Trinken!

Irini Paul