Minimalismus kann zu innerer Freiheit sowie mehr Gelassenheit beitragen.
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Guide: So wirst Du Minimalist:in in einer Woche

Einkaufen und Verbrauchen spielt heute im Leben der meisten Menschen eine große Rolle. Häufig spricht man von einer Überfluss- und Konsumgesellschaft. In dieser Welt machen wir unser Glück von materiellen Dingen abhängig. Wie du dieses Verhalten zunehmend ablegen kannst, erfährst Du hier: Wir geben Dir fünf Tipps für den Einstieg.

Weniger ist mehr

Der Ursprung des Minimalismus liegt in der Kunstszene. In den 60er-Jahren entwickelte sich die Gegenbewegung zum abstrakten Expressionismus und zur Pop Art. Künstler wollten nicht mehr das Unbewusste in ihren Gemälden aufgreifen, sondern konzentrierten sich vielmehr auf schlichte Grundelemente- und Strukturen. Die Kernaussage der minimalistischen Kunst, nämlich die Reduzierung im weitesten Sinne, lässt sich auch auf das Leben eines Minimalisten übertragen.


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Der Lebensstil des Minimalismus bedeutet, sich auf das Wesentliche zu beschränken. Dafür muss man jedoch nicht leben wie ein Hinterwäldler, weltfremd und rückständig. Viel eher geht es darum, übermäßigen Konsum bewusst einzuschränken und sparsam aber mit dem Nötigsten zu leben - ganz nach dem Motto "weniger ist mehr". Minimalistisch zu leben heißt nicht zwangsläufig nur übermäßigen Konsum zu meiden, sondern geht auch oft mit dem Wunsch zur Selbstbestimmung einher. Der Lebensstil kann auch auf Nicht-Materielles übertragen werden: Ballast loswerden kann man auch im sozialen Leben, indem man sich zum Beispiel von negativen Beziehungen löst und nur noch Dinge tut, die einen wirklich erfüllen.

Je weniger Dinge Du besitzt, desto leichter fällt es Dir Dein Zuhause ordentlich zu halten.
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Einfache Tipps um minimalistischer zu leben:

1. Ausmisten von Klamotten

Der Klassiker. Nach dem Entrümpeln des Kleiderschranks hat man oftmals das Gefühl, als hätte man seinen Kopf wieder richtig sortiert. Aussortieren kann Dir auch dabei helfen, die Dinge, die Du besitzt, wieder mehr schätzen zu lernen.

Doppelt schön ist es, wenn Du Deinen ehemaligen Lieblingsstücken ein zweites Leben schenkst. Statt einfach nur auszusortieren, gib Deine Klamotten bei Kleidertauschpartys, Second-Hand-Shops oder Flohmärkten weiter.

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2. Dein Kaufverhalten ändern

Wenn Du das Gefühl hast, Dir etwas kaufen zu müssen, kannst Du Deinen Konsum kritisch hinterfragen, indem Du Dich vor jedem Kauf diese Fragen stellst: "Brauche ich das wirklich?" oder "Habe ich etwas Ähnliches schon zuhause?"

3. Digital Detox

Sowohl Handy als auch Internet rauben extrem viel Zeit, bringen Unruhe in Dein Leben und kontrollieren Dich. Schalte einfach mal ab und richte Dir feste Zeiten am Tag ein, an denen Du Dein Handy ausschaltest. Du wirst sehen, dass Du gar nicht so viel verpasst, wie Du vielleicht denkst.

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4. Bewusste Prioritäten

Sei Dir Deiner Prioritäten im Leben bewusst. Ganz individuell kannst Du festlegen was Dir am Wichtigsten ist und wofür Du gerne Dein Geld ausgibst. Investiere lieber in Erlebnisse statt in Dinge. Ein Urlaub mit Freunden oder Familie schenkt nachhaltig viel mehr Freude als ein neuer Computer.

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5. Dinge reparieren

Minimalismus heißt nicht nur, mit wenigen Dingen zurecht zu kommen, sondern auch, Dinge möglichst lange zu nutzen. Wenn etwas kaputt geht, musst Du es nicht gleich ersetzen. Versuch doch einfach mal die Dinge selbst in die Hand zu nehmen und Kaputtes zu reparieren.

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Milena Schopf