Musikerin Karin Rabhansl schätzt Nürnberg für seine musikalische Vielfalt.
© Katja Ruge
feine Stadt

Feine Leute: Karin Rabhansl

Sieben Fragen über das Leben und seine Abenteuer an ein bekanntes Gesicht aus Stadt und Region - das ist unsere Porträt-Rubrik "Feine Leute". Heute mit: Karin Rabhansl. Die Liedermacherin mutierte vom Musiker-Alien in Niederbayern zur Nürnberger Rockröhre.

Im Jahr 2010 fing für Liedermacherin Karin Rabhansl alles an: Sie nahm am Prostestsong-Contest bei FM4 in Wien teil und kam bis ins Finale. "Und wenn mich die Österreicher schon mochten, kamen die Bayern dann auch irgendwann auf den Geschmack", scherzt Rabhansl. Eigentlich ist sie gebürtig aus einem Dorf bei Passau. Das wurde ihr irgendwann zu eng. Nach ihrem Abschluss an der Berufsfachschule für Musik in Dinkelsbühl zog es sie in weite Welt nach Nürnberg.

Dort begann sie mit der Veröffentlichung ihres ersten Albums "Mogst schmusn, mia wad’s wurscht". Bis 2018 folgten drei weitere Alben sowie zahlreiche Konzerte und Festivalauftritte. Neben ihrer Karin-Rabhansl-Band, die sich Pop, Rock und der Liedermacherei widmet, gründete sie die Punkrock-Band Pets und das Duo Fischer & Rabe. Auch die Moderation von Radiosendungen und der Job als Gitarren- und Gesangslehrerin gehört zu ihrem Leben.

Funfact: "Ich trage bei Auftritten immer Ringelsocken. Rot gestreift bei meiner Rockband und bunt gestreift, wenn es eher um akustische Sachen geht."

Was lässt Dein Herz hüpfen?

Mein Verstärker, der gerade wieder repariert wurde. Jetzt kann ich wieder ganz arg laut Musik hören und durch die Wohnung hüpfen.

Was ist Nürnberg für Dich?

Freiheit. Ich bin in einem Dorf in Niederbayern aufgewachsen und fühlte mich dort wie ein Alien. Ich war die einzige, die Musik gemacht hat. In Nürnberg fühle ich mich einfach wohl in der Musikerszene.

Wovon dürfte es mehr geben?

Mehr Mädelsbands und auch mehr Mädels an E-Gitarre, Bass und den anderen Instrumenten.

Was fasziniert Dich an Deiner Arbeit?

Man macht immer wieder was Neues, man lernt nie aus. Im Lockdown habe ich zum Beispiel Bassstunden genommen. Man wird einfach nie fertig, es gibt immer wieder neue Herausforderungen: Manchmal schneide ich Videos und lerne auch immer neue Musiker kennen. Es ist einfach unerschöpflich.

Was bringt Dich zur Weißglut?

Die derzeitige Unplanbarkeit, wann die Pandemie endlich vorbei ist und man wieder richtig mit Konzerten loslegen kann. Es war eine Tour für April geplant, aber: Ob die stattfinden kann?

Wann hast Du das letzte Mal was zum ersten Mal gemacht?

Im Januar habe ich in der großen Freiheit, einer Kneipe in Gostenhof, ein Online-Rum-Seminar moderiert. Paul, der Experte dort, hat einen Vortrag über Rum gehalten und ich habe den Chat betreut und in der Pause Songs passend zum Rum gespielt. Das war cool!

Was ist Dein größtes Abenteuer?

Drei Wochen durch Nordindien mit Schwager und Schwester. Das war 2013 und das Spanneste, was ich erlebt habe.

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Isabell Zehnder