Dominique Lamee sorgt nicht nur im Haus 33 für durchgetanzte Nächte.
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feine Stadt
30.03.2021, 10:37 Uhr

Feine Leute: Dominique Lamee

<p>Sieben Fragen über das Leben und seine Abenteuer an ein bekanntes Gesicht aus Stadt und Region - das ist unsere Porträt-Rubrik "Feine Leute". Heute mit: Dominique Lamee, DJ und Clubbesitzerin.</p>

Dominique Lamee ist – nicht nur regional – ein bekanntes Gesicht der Nürnberger Technoszene. Die 26 Jahre alte Wahl-Nürnbergerin ist seit 2017 Vollzeit-DJane und konnte im Dezember 2020 ihren ersten Track veröffentlichen. Sie leitet seit 2018 das Haus 33 im Stadtteil St. Lorenz und legt - in einem normalen Jahr – dort und bei anderen Events, Open-Airs und Festivals auf.

Obwohl ihr letzter „richtiger“ Live-Gig bereits über ein Jahr zurück liegt, wird der gelernten Fachkraft für Veranstaltungstechnik auch im Lockdown nicht so schnell langweilig. Sie produziert Musik oder Livestreams, arbeitet an ihrem Merchandising und bildet sich im Bereich Musikproduktion und Eventmanagement fort.

Was lässt Dein Herz hüpfen?

Auf jeden Fall Techno oder eine richtig gute Party, vor allem wenn ich dort selbst auflegen darf. Das ist ein krasses Gefühl und besonders die Energie, die dadurch entstehen kann macht unfassbar viel Spaß.

Abgesehen von meinem DJ-Alltag, finde ich Sonne und gutes Wetter nice. Ich bin gerne draußen und genieße die Sonne und die Natur.

Was ist (das Schönste an) Nürnberg für Dich?

Es gibt super viele individuelle, coole und interessante Leute in Nürnberg und auch ein ziemlich umfangreiches Kunst- und Kulturangebot.

Außerdem hat die Stadt echt viele schöne Plätze und Viertel zu bieten, die einen tollen Ausgleich zum lauten Stadtleben anbieten. Der Dutzendteich, der Wiesengrund oder die Wöhrder Wiese sind zum Beispiel entspannte Spots, um spazieren zu gehen oder einfach zu chillen.

Obwohl Clubs und Festivals momentan pausieren, hat die 26-Jährige alle Hände voll zu tun.
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Wovon dürfte es mehr geben?

Es sollte mehr Möglichkeiten für Open-Air-Veranstaltungen geben oder auf jeden Fall mehr Toleranz dem gegenüber. Ich möchte keine Anwohner stören, es fehlt in Nürnberg aber einfach an geeigneten Plätzen.

Was fasziniert Dich an Deiner Arbeit (am meisten)?

Das Endprodukt tatsächlich. Wenn man eine Party oder ein Event plant und das erfolgreich war, ist das ein tolles Gefühl. 2019 habe ich zum Beispiel mit meinen Haus 33 Kollegen den „Techno Train Nürnberg“ organisiert, da haben wir mit 750 Leuten einen Zug mit 16 Waggons, 3 Tanzflächen, Bars und Chill-Out-Spots gemietet, das war unvergleichlich!

Oder: Wenn ich im Club oder auf einem Festival ein bis zwei Stunden ein Set spiele, ich meine ganze Kreativität rauslassen kann, man sein eigenes Selbst entfaltet und das auch noch gut bei den Leuten ankommt, ist das einfach super faszinierend. Ich kann sowieso sagen, dass ich großes Glück habe. Viele Leute in meinem Alter studieren oder arbeiten etwas, was sie nicht zu 100% erfüllt oder interessiert. Es ist nicht so einfach seine Berufung im Leben zu finden, aber ich darf schon seitdem ich 23 Jahre alt bin meinen Traum verwirklichen.

Was bringt Dich zur Weißglut?

Ehrlich gesagt ist mir dazu erstmal nichts eingefallen, ich bin echt schwer aus der Ruhe zu bringen. Die momentane Corona-Situation nervt natürlich, auch für mein Privatleben, aber zur Weißglut bringt sie mich nicht. Trotzdem würde ich natürlich gerne mal wieder ein paar Freunde treffen, in der Halle bouldern gehen oder auf einer Party auflegen.

Wann hast Du das letzte Mal was zum ersten Mal gemacht?

Ich habe während des Lockdowns ein Probestudium „Eventmanagement“ an einer Fernuni ausprobiert. Ich weiß aber noch nicht, ob ich wirklich die Zeit dafür habe. Sobald die Clubs wieder aufsperren dürfen werde ich zu 100 Prozent im Haus 33 gebraucht.

Was war/ist Dein größtes Abenteuer?

Definitiv der Einstieg beim Haus 33, Ende 2017. Ich führe ein Unternehmen und lerne - auch durch Corona - jeden Tag etwas Neues. Ich konnte in den letzten Jahren unfassbar viele Erfahrungen im Bereich Unternehmensführung und Eventmanagement sammeln, ich habe sehr viel dazu gelernt und durfte viele schöne Momente im Haus 33 erleben.

Nico Dasenbrock