Endlich wieder dancen! Ab dem 1. Oktober öffnen auch in Bayern die Clubs und Diskotheken - nach 18 Monaten Zwangspause.
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Endlich wieder da: Das solltest Du für Deinen Clubabend wissen

Juhuuu, sie sind wieder am Start: Ab dem 1. Oktober dürfen Clubs und Discotheken öffnen. Dabei gilt "3G plus", also geimpft, genesen oder mit einem PCR-Test getestet. Tanzen darfst Du dann ohne Maske und Abstand.

Das Kabinett hat getagt und ganz frisch die Regeln für Deinen Besuch im Club festgezurrt.

In Nürnberg melden sich für dieses Wochenende jede Menge Läden zurück: Das Mach 1, Rosi Schulz, #Schimanski, Haus 33, Z-Bau, Club Stereo, Nachtkind, WON, etc. Während das #Schimanski, das Mach1 an der Kaiserstraße und das Nachtkind an der Bahnhofstraße am Freitag, den 1. Oktober, um 23.59 Uhr eröffnen, macht das WON erst am Samstag, den 2. Oktober, ab 22 Uhr wieder auf. Andere wie das HinzXKunz am Marientorgraben lassen sich sogar noch eine Woche mehr Zeit. Nach 18 Monaten Stillstand beginnt damit endlich wieder das schöne Nachtleben.

Worauf musst Du also in Deiner Feierlaune achten? Wir haben ein paar Good-to-know-Fakten zusammengefasst.

Wer darf in die Clubs?

Die Regelung ist so, wie sie Ministerpräsident Markus Söder am 21. September nach der Kabinettsitzung angekündigt hatte. Einlass erhalten nur Geimpfte, Genesene oder Getestete. Dann allerdings ist für den Zutritt nur ein negativer PCR-Test gültig ("3G plus"). Erlaubt sind aber nur PCR-Tests, Schnelltests sind nicht zulässig - das besagt die sogenannte 3G-plus-Regel. Beschäftigte mit Kundenkontakt brauchen mindestens zweimal pro Woche einen PCR-Test.

Müssen Feiernde beim Tanzen Maske tragen?

Nein, das müssen sie nicht. "Die Maskenpflicht entfällt", steht es knapp in dem Bericht aus der Kabinettssitzung. Zudem darf auch ohne Abstand getanzt werden.

Das war auch der Wunsch von Thomas Geppert, dem Landesgeschäftsführer des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga. "Wir wollen möglichst viel Normalität im Innenbereich", sagte er vorab. Geppert war maßgeblich an der Erarbeitung des Konzepts beteiligt. Als Verbandschef richtete er folgende Empfehlungen an die Staatsregierung:

- 3G-Regelung beim Einlass: Geimpft, Genesen oder Getestet mit PCR-Test
- Normalbetrieb im Inneren ohne Maskenpflicht und Abstandsregelung
- Vollbetrieb soll möglich sein

"Wir freuen uns, dass endlich der letzte Bereich im Gastgewerbe aus dem Lockdown gehen wird", sagt er. Maßgaben und Vorgaben werden unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Entwicklungen auch im Dialog mit Verbandsvertretern erarbeitet", sagte eine Ministeriumssprecherin vorab. "Die zuständigen Ressorts erarbeiten derzeit ein Rahmenkonzept Clubs und Discotheken und stimmen es ab."

Beteiligt sind neben dem Gesundheitsministerium das Wirtschaftsministerium und Verbandsvertreter wie die Dehoga. In diesem Rahmenkonzept, das "zeitnah" veröffentlicht werden soll, werden Detailfragen geklärt.


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"Wir freuen uns unglaublich!", sagt David Hlavacek. "Für unsere Generation ist diese Wiedereröffnung wie der Mauerfall!" Seit zwei Wochen laufen die konkreten Vorbereitungen für den sehnsüchtig erwarteten Tag: Sein Club, das #Schimanski an der Adlerstraße, darf ab dem 1. Oktober wieder öffnen - so wie alle Clubs und Diskotheken in Bayern.


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Bekannt sind nun also die genauen Voraussetzungen. Wer dann drin ist, darf sich freuen: "Laute Musik, Tanz ohne Abstand sowie die Abgabe von Getränken am Tresen ist wie branchenüblich zulässig", heißt es in dem Kabinettbeschluss. Wer in den Clubs arbeitet und mit Kunden in Kontakt kommt, muss sich zweimal wöchentlich PCR-testen lassen. Die befürchtete Maskenpflicht auf der Tanzfläche entfällt.

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Zwei Seiten der Medaille

Auch Gunther Göbbel freut sich, dass er nach eineinhalb Jahren Zwangspause wieder öffnen darf. Er ist der Geschäftsführer des WON an der Regensburger Straße, 1000 Personen haben in der Großraumdisko Platz. Nach der aktuellen Regelung ist das erlaubt – "und die Security wird das mit einem Klicker und einem Drehzähler auch abzählen, damit nicht mehr Personen gleichzeitig drin sind." Trotz der Einschränkungen ist Göbbel zuversichtlich, dass viel los sein wird: "Zu uns kommen viele Amis, viele Soldaten, und die sind ja sowieso meistens doppelt geimpft."

Trotz aller Freude über die Wiedereröffnung sieht er den Kabinetts-Beschluss auch kritisch: "Es ist schwierig, Gäste auszugrenzen, die sich keinen PCR-Test leisten können." Am Impfen komme wohl keiner vorbei, alles werde nun schwieriger.

Kathrin Wiersch/Ngoc Nguyen/Andrea Munkert