Julia Salomon von Greenpeace e. V. Nürnberg
© Julia Salomon
feine Stadt

"Dem Klima muss nicht geholfen werden, sondern uns."

Ehrenamt sucht - hier hast Du den Durchblick, wie vielfältig soziales Engagement in Deiner Stadt aussehen kann. Wir bieten Dir knapp ein paar Fakten zu verschiedenen Initiativen, die Dich ordentlich inspirieren sollen. Und die sich über Unterstützung freuen. Heute: Julia Salomon von Greenpeace e. V. Ortsgruppe Nürnberg.

Name: Julia Salomon

Alter: 23

Wohnort: Nürnberg

Wirkungsort: Nürnberg

Beruf: Studentin (Philosophie und Politikwissenschaft)

Aufgabe im Verein: Gruppenkoordinatorin, Kontakterin, Gruppenaktionstage vor Ort umsetzen, Organisation der Gruppe, Öffentlichkeitskoordination (Social Media, Interviews usw.)

Ihr Ansatz: Wenn viele Menschen, einiges besser machen, dann haben wir einiges erreicht. Wichtig ist es zu beginnen und sich nicht entmutigen zu lassen, weil die Probleme so groß und wir scheinbar so klein sind. Lass Dich nicht entmutigen, wenn Du doch einmal in der Woche Fleisch gegessen hast oder im Restaurant vergessen hast, zu sagen, dass du keinen Einwegstrohhalm möchtest.


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Warum machst Du mit, was bewegt Dich?

Es ist die Liebe zu unserem Planeten und die Hoffnung ihn so bewahren zu können. Manche unserer Gewohnheiten müssen wir ändern, damit wir hier weiterleben können. Das ist für mich das das Wichtigste. Es gibt mir Kraft, wenn ich mich engagieren kann. Ich finde die Grundsätze von Greenpeace wertvoll. Wir sind unabhängig und können frei agieren. Wichtig ist für mich außerdem, dass wir durch gewaltlose Aktionen Einfluss nehmen können.

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Wem wird geholfen?

Uns allen wird geholfen. Das Wort Klimaschutz ist irreführend, denn dem Klima muss nicht geholfen werden, denn das reguliert sich irgendwann wieder selbst. Uns wird geholfen, denn wir können beispielsweise nicht ohne sauberes Wasser oder saubere Luft leben. Ich denke da an mein Leben und an das nachfolgender Generationen, daran was wir ihnen hinterlassen werden.

Wie wollt ihr die Welt besser machen?

Durch eine große Spannweite an Themen: Landwirtschaft, Plastik, Meeresschutz und Mobilitätswende, um nur einige zu nennen. Dadurch decken wir ein breites Spektrum ab, um unsere Zukunft zu gestalten. Wir weisen auf Probleme kritisch hin, zeigen aber auch Lösungen, wie man die Welt in unseren Augen besser machen kann.

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Wie finanziert ihr euch? Wer unterstützt euch?

Wir werden von sehr vielen Einzelpersonen durch Spenden unterstützt. Das wird an die jeweiligen Gruppen verteilt. So hat Greenpeace Deutschland eine halbe Million Fördermitglieder, die uns finanziell unterstützen.

Wobei könnt ihr (aktuell) Unterstützung brauchen?

Da gibt es ziemlich viel. Bald steht die Bundestagswahl an. Es ist uns wichtig, dass die Menschen auch für das Klima wählen gehen. Da wollen wir einige Aktionen durchführen. Ansonsten haben wir Vorträge an Schulen und in Kinos geplant. Hier sind Menschen wichtig, die das dort erlangte Wissen weitergeben. Wir möchten erreichen, dass Supermärkte Fleisch anbieten, dass durch bessere Haltungsformen erzeugt wurde.

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Ansonsten stehen Aktionen zum Thema Plastik an. Dabei möchten wir mit den Konsumenten ins Gespräch kommen. Wir haben viele aufsehenerregende Aktionen geplant und würden uns freuen, wenn wir hier Unterstützung finden würden.

Was sollten Interessierte mitbringen?

Auf jeden Fall Motivation und Lust, diesen wunderschönen Planeten zu erhalten und ein bisschen Zeit. Interesse mit Menschen zusammenzuarbeiten, sowohl in der Gruppe als auch mit Passanten und Passantinnen. Eine gewisse Neugierde, sich in Themen einzuarbeiten und dazuzulernen. Aber es ist keine Voraussetzung, sich mit Themen auszukennen, die Greenpeace behandelt. Das inhaltliche Wissen lernt man, auch was gewaltfreie Kommunikation betrifft. Man wird angeleitet und Greenpeace hat eine gute Struktur und Schulungsmöglichkeiten für seine Mitglieder.

Wieviel zeitlichen Aufwand erfordert Dein Engagement?

Mein eigener zeitlicher Aufwand ist ziemlich hoch, durch die Fülle meiner Aufgaben. Bei mir sind es um die 15 Stunden pro Woche. Aber das schwankt natürlich sehr stark, je nachdem was wir an Aktionen geplant haben und wie wir sie umsetzen. Aber dies ist nicht die Norm. Niemand muss Angst haben, soviel arbeiten zu müssen. Die Entscheidung, wie stark man sich engagieren möchte, die bleibt jedem selbst überlassen. Ob man nur bei einer Aktion mitwirkt oder ob dies dauerhaft sein soll. Das hat man selbst in der Hand.

An welchen Moment in Deinem Engagement erinnerst Du Dich ein Leben lang?

Eine Aktion wird mir immer in Erinnerung bleiben. Vor der Europawahl, die auch meine erste Wahl war: Es handelte sich um eine Aktion vor dem Tiergarten, bei der ich eine große Erde mit Kreide gemalt habe. Die anwesenden Kinder konnten ihre Zukunftswünsche dazuschreiben. So kamen wir mit den Eltern ins Gespräch und konnten über Ängste und Befürchtungen bzgl. der Zukunft sprechen. Allen wurde in diesem Gespräch bewusst, wie wichtig eine Wahl ist, und wie man damit positiven Einfluss ausüben kann. Zum Glück brachte die Wahl gute Ergebnisse für unser Klima.

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Ein zweites Erlebnis hatte ich, als ich im Klima-Camp war. Ein Trucker kam vorbei und mit mir ins Gespräch. Ich war erstaunt, wie tief er in der Materie war und er erzählte mir, dass er während seinen Fahrten den Podcast von Luisa Neubauer hört. Mir war vorher gar nicht bewusst, wie viele Menschen aus unterschiedlichen Gruppen sich für das Thema Klimaschutz interessieren.


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Nähere Informationen zur Nürnberger Greenpeace Ortsgruppe findest du hier. Das Instagram Profil findest du hier.

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