In einem Dreieck zu Sinwellturm und Tiefen Brunnen mitten auf dem Areal der Nürnberger Kaiserburg wird das Café Beer seine erste Filiale eröffnen. Noch ist alles mitten im Umbau.
© Martin Rößler
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Berühmte Nürnberger Konditorei eröffnet neues Café - und das direkt auf der Burg

Mitten auf dem Areal der Nürnberger Kaiserburg wird das Café Beer, Traditionskonditorei in Nürnberg, eine Filiale eröffnen.

Vor circa vier Wochen kam die Zusage, erzählt Martin Rößler, Inhaber, Chef und Konditormeister des Café Beer. Die Bayerische Burgen- und Schlösserverwaltung hat die Verpachtung des ehemaligen Verwaltungshauses (Auf der Burg 13) gegenüber des Tiefen Brunnens und am Sinwellturm öffentlich ausgeschrieben - und Rößler hat sich offiziell mit dem Konzept "Das Café Beer auf der Burg" beworben.


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Nach einem Vorstellungsgespräch kam die Zusage. "Wir pachten von der Bayerischen Schlösserverwaltung und wollen dort die Qualität, die Kuchen und den Service, den man von uns kennt etablieren", sagt Rößler weiter. Die Schlösserverwaltung, die den Innenhof umgestaltet, zeichnet auch für den Umbau verantwortlich, der aktuell in vollem Gange ist - "aber es ist absolut in unserem Stil", versichert der künftige Burg-Café-Chef. Pachten wird Rößler das Haus komplett möbliert. Alles werde sehr hochwertig und aufwendig, "wir haben wunderschöne Holzvertäfelungen im Innenbereich", schwärmt er. Beauftragt sind Fritsch, Knodt, Klug und Partner mdB Architekten, die bereits die Jugendherberge Nürnberg umgestaltet haben. 70 Plätze wird das Beer im Innenraum anbieten können, rund 40 außen vor dem Café.

Eröffnung in drei Monaten

Weil Rößlers neues Projekt mitten auf dem Domizil der Burg liegt, gelten für das Burg-Café Beer die gleichen Öffnungszeiten wie für das innere Gelände. Heißt: im Winterhalbjahr 10 Uhr bis 16 Uhr, im Sommer dann 9 Uhr bis 18 Uhr. "Zu uns kommt man aber, ohne Eintritt zahlen zu müssen", fügt er hinzu. Eröffnen will er am Freitag, 15. Oktober.


Leckere Kuchen zum Abholen in Nürnberg


Die Produktion der Kuchen wird im Hauptsitz in der Breiten Gasse Nürnberg erfolgen, die Backwerke werden dann auf die Anhöhe geliefert. "Wir haben oben einen Koch, wollen die Karte zum Großteil im neuen Café übernehmen - es wird auch Frühstück angeboten", stellt Rößler in Aussicht. Und doch wird es auch Neuerungen geben: "Wir arbeiten aktuell an einer kleinen fränkisch-modernen Speisekarte." Da wird aber nicht das üppige Schäufele mit Kloß enthalten sein, sondern unter anderem auch (Salat-) Bowls, fränkische Komponenten und Modernes.

Eigentlich wollte Rößler, der seinen Betrieb mit Ehefrau Sabine führt, keine Filiale aufmachen - "wir wollten uns nicht zerreißen" - doch jetzt fügt sich alles: Denn Tochter Leila hat jüngst die Ausbildung zur Konditoreifachverkäuferin mit Bestnote abgeschlossen. "Sie wird im neuen Projekt die Burgherrin sein", verrät Martin Rößler. "Es passt alles wie die Faust aufs Auge."

Das Wahrzeichen wird bewirtet

Er könnte nicht glücklicher sein, das hört und merkt man ihm an. "Für uns ist das eine sehr schöne Situation da oben - wir sind sehr zufrieden." Denn der Konditormeister und geborene Nürnberger weiß: Sowohl für Touristen als auch für die Nürnberger und Nürnbergerinnen selbst fehlte es immer schon an einem Ort zum Einkehren - dort, hoch über der Stadt. Und er erinnert sich, dass Markus Söder, als er noch Heimatminister war, im Zuge des Umbaus des Burg-Areals auch davon sprach, wie schön es wäre bei einem Kaffee und einem Stück Torte dort zu sitzen und über Nürnberg zu schauen.

In mittlerweile 6. Generation führt der heutige Inhaber und Konditormeister Martin Rößler die Konditorei Café Beer seit 1999 mit seiner Frau Sabine und vormals auch seiner Mutter Karin. Das Familienunternehmen indes besteht bereits seit 1859. Für das Magazin Feinschmecker gilt Beer als eine der besten Café- und Konditorei-Adressen Deutschlands.

Andrea Munkert