In Franken hängen die Mirabellen reif und saftig an den Bäumen. 
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Absolute Gönnung: So schmeckt der August

Der August verspricht pure Wonne! Unser Saisonkalender steht für eine umweltfaire und ressourcenschonende, weil regionale Küche. Darin erfährst Du, welches Gemüse und Obst Du aktuell aus heimischem Anbau kaufen kannst. Der Star des Monats: die Mirabelle. Ein Rezept inklusive.

Von wegen Wonnemonat Mai: Der August ist eindeutig der Wonnemonat für alle, die gerne und abwechslungsreich frisches Obst essen. Alle Sorten sind jetzt aus dem regionalen Anbau erhältlich. Ein Fest, oder?

Saisonal und regional einzukaufen wird für immer mehr Menschen wichtig, denn es dient dem Schutz der Umwelt und damit des Klimas. Lange Transportwege und die Energie durch das Kühlungssystem werden eingespart. Das ist nicht nur gut für den Planeten, sondern auch für den Geschmack des Gemüses und des Obsts. Und: Du unterstützt natürlich die heimischen Bäuerinnen und Bauern.

In diesem Monat ist die Auswahl aus dem Freilandanbau riesig:

Obst:

  • Brombeeren
  • Erdbeeren
  • Heidelbeeren
  • Himbeeren
  • Johannisbeeren
  • Stachelbeeren
  • Äpfel
  • Birnen
  • saure und süße Kirschen
  • Aprikosen
  • Mirabellen
  • Pfirsiche
  • Pflaumen
  • Tafeltrauben

Gemüse:

  • Blumenkohl
  • Chinakohl
  • Erbsen
  • Fenchel
  • Bohnen
  • Brokkoli
  • Schälgurken, Einlegegurken
  • Kartoffeln
  • Rotkohl
  • Stangen- und Knollensellerie
  • Mai-/Herbstrüben
  • Spinat
  • Spitzkohl
  • Steckrüben
  • Weißkohl
  • Wirsingkohl
  • Kohlrabi
  • Möhren
  • Pastinaken/Wurzelpetersilie
  • Porree/Lauch
  • Radieschen
  • Rettich
  • Rote Bete
  • Zucchini
  • Zuckermais
  • Zwiebeln
  • Bund-, Lauch- und Frühlingszwiebeln
  • außerdem verschiedene Salate wie Eissalat, Kopfsalat, Endiviensalat, Feldsalat, Romanasalat, Rucola und Radiccio

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Neues Superfood aus der Heimat: die Haskap-Beere

Aus dem (beheizten) geschützten Anbau stammen derzeit:

  • Tomaten
  • Salat- und Minigurken

Als Lagerware sind aktuell noch zu haben:

  • Kartoffeln
  • Chicorée

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Klimafreundlich: Superfood aus der Heimat

Süße Frische mit Mirabellen-Sirup

Mirabellen, die kleinen gelben Schusser, die die Österreicher so liebevoll "Kriecherl" nennen, versüßen uns jetzt den Sommer. Wir haben für Dich ein Rezept für Mirabellen-Sirup, den Du mit Wasser zur fruchtigen Schorle mischen kannst oder einem Sekt oder eine Bowle den letzten Pfiff verleiht.

Wenn Du Mirabellen selbst ernten willst, dann warte bis die ersten Früchte von selbst auf den Boden fallen. Einmal vom Baum entfernt, reifen sie sehr schnell nach. Du musst Dich also mit der Verarbeitung beeilen.

Für unser Sirup-Rezept musst Du die kleinen Früchte nicht entsteinen - und das stellt bislang immer die größte Herausforderung dar. Alles, was Du für die Herstellung des Sirups an Haushaltsutensilien brauchst ist: ein großes Nudelsieb und ein feines Sieb.

Außerdem benötigst Du an Zutaten:

  • 700 g rote Mirabellen
  • einen Viertelliter Wasser
  • rund 500 Gramm Kristallzucker

In vielen Ländern ist Mirabellensirup echt beliebt. Viele der größeren Fabrikate stammen aus unserem Nachbarland Frankreich. 
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So geht die Zubereitung:

Die Mirabellen bringst Du mit etwa einem Viertelliter Wasser in einem Topf zum Kochen.

Du lässt sie solange köcheln, bis nach rund fünf bis zehn Minuten ein Mus entsteht. Das Fruchtfleisch trennt sich dann leicht vom Kern und von der Schale.

Das Mus lässt Du durch ein grobes Nudelsieb laufen bzw. tropfen. Dabei rührst Du am besten mit dem Kochlöffel um, sodass sich das Fruchtfleisch von den Kernen trennt.

Feiner und ohne Überreste von der Schale wird Dein Sirup, wenn Du ihn dann noch durch ein feines, engmaschiges Sieb laufen lässt.

Abschließend prüfst Du das Gewicht oder die finale Menge Deines Sirups und fügst genau soviel Kristallzucker hinzu. Den Sirup kochst Du nochmals auf und füllst ihn sofort nach dem Aufkochen noch heiß in (Glas-) Flaschen ab.

Andrea Munkert