Mit diesen Büchern schmökerst Du Dich über den Sommer.
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fein leben

5 Bücher, die Du diesen Sommer lesen solltest

Endlich Sommer! Ganz egal, ob sich das Wetter da draußen gerade nach Sommer anfühlt oder eher nicht. Wir versorgen Dich mit 5 feinen Büchern zum Schmökern für eine entspannte (Aus-)Zeit - ob im heimischen Garten, auf Deinem Balkon oder im Urlaub!

John Green: Schlaft gut ihr fiesen Gedanken

John Green: Schlaft gut ihr fiesen Gedanken
LZ

Wieso sollte es in Dein Regal?

Ähnlich wie im Bestseller „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“, tauchen in diesem Buch Figuren auf, die in jungen Jahren vor großen wie kleinen, komplizierten wie banalen Challenges stehen.

„Schlaft gut ihr fiesen Gedanken“ portraitiert neben der abenteuerlichen Suchaktion der Freundinnen Aza und Daisy nach dem Milliardär Russel Pickett, eine Liebes- und Freundschaftsbeziehung zu einem Kindheitsfreund von Aza. Im Verlauf der Geschichte um die sonderbaren aber ausdrucksstarken Charaktere Aza und Davis, zeichnen sich die Herausforderungen der young adults-Generation ab, aber auch individuelle Hürden, wie die familiären Konflikte im Hause Pickett oder die Zwangsstörungen, unter denen Ava leidet. Während des ganzes Plots werden dem Leser Einblicke in Avas Gedankenkarussell gegeben, die dazu beitragen ihre Entscheidungen besser nachvollziehen zu können. Ganz besonders schön: wie aus Avas Unsicherheit Stärke wird, und der Fokus auf eine zarte, aber ungewöhnliche Beziehung, die so manche Erinnerungen an die eigene Jugendzeit und die erste Liebe heraufbeschwört!


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François Lelord: Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück

François Lelord: Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück
LZ

Wieso sollte es in Dein Regal?

Hector stellt einen gut situierten Psychiater dar, dessen Lebensumstände - nach gesellschaftlichen Maßstäben - (Lebens-)Zufriedenheit versprechen sollten. Durch die Behandlungen seiner vielfältigen Patientenschaft realisiert er jedoch, dass jeder und jede Einzelne auf unterschiedliche Weise unglücklich zu sein scheint und nach einem Sinn im Leben sucht.

Lelord schafft mit Hector einen Charakter, der sich elementaren Fragen über das Leben, das Sein und die Menschen stellt und seine Antwort nicht aus profanen Ratgebern schöpfen möchte. Ganz besonders schön: Mit der Mission herauszufinden, was das wahre Glück für Menschen bedeuten kann - wo genau es sich außerhalb Hectors Bürowänden befinden mag - begleiten die Leser und Leserinnen den schusseligen und neugierigen Psychiater auf seiner Reise quer durch die Welt bis in den Kern seines Herzens und zu seiner eigenen Bestimmung.

Jodi Picoult: Kleine, große Schritte

Jodi Picoult: Kleine, große Schritte
LZ

Wieso sollte es in Dein Regal?

Jodi Picoult spricht mit ihrem leicht verständlichen und eingängigen Schreibstil ein höchst gesellschaftlich relevantes Thema an - verpackt in die sehr persönliche Schilderung der Lebensgeschichte von Ruth Jefferson, einer schwarzen Krankenschwester auf einer Säuglingsstation. Ruth wird aufgrund der Missachtung eines Befehls ihrer Vorgesetzen vor Gericht geladen. Dieser lautete, den Säugling eines Paares das mit dem Klu-Klux-Klan sympathisiert, unter keinen Umständen zu behandeln.

Picoult stellt die Protagonistin Ruth vor die Wahl, als das Baby um sein Leben kämpft: Soll sie den Befehl befolgen und das Kind aufgrund des Wunsches der Eltern nicht berühren, sodass sie sein Leben riskiert oder soll sie nach ihrem Menschenverstand handeln und erste Hilfe leisten? Was für Einige selbsterklärend scheint, ist für Andere der Stoß in einen Sog aus ungerechter Behandlung und Benachteiligung. Durch Ruths Perspektive erfahren die Leser und Leserinnen, wie es um die Themen Rassismus, Gleichberechtigung und Exklusion steht und wie fest verankert die Diskriminierung von Minderheiten in gesellschaftlichen Strukturen ist.


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Ganz besonders schön: Ruths Stärke und der Glaube an das Gute während ihres Prozesses. Denn laut Rosa Parks heißt es im Kampf um die Gleichberechtigung: „You must never be fearful about what you are doing when it’s right!“

Forrest Leo: Der Gentleman

Forrest Leo: Der Gentleman 
LZ

Wieso sollte es in Dein Regal?

Forrest Leo schildert in einer blumigen und ausschweifenden Sprache das Leiden und die Genüsse des Schriftstellers Lionel Savage, der weder mit Frauen noch mit Geld umzugehen weiß und sich prompt auch noch auf den Teufel in Person einlässt. Der Protagonist leidet an Kreativlosigkeit und bringt, wenn überhaupt nur noch wenige Zeilen aufs Papier. Als eines Tages der Teufel höchst persönlich vor ihm steht und ihm einen Deal anbietet, der die Aushändigung seiner Ehefrau Vivien erfordert, willigt er ohne mit der Wimper zu zucken ein. Unglücklicherweise begreift er etwas zu spät – nämlich, dass er sie liebt. Doch wo zum Teufel kann der „Gentleman“ sie bloß hingebracht haben?

Ganz besonders schön: die Dialoge und Anmerkungen der Charaktere machen es einem unmöglich, ein straight face zu behalten! Es bleiben keine Augen trocken – vor lauter Lachen!

Tatiana de Rosnay : 5 Tage in Paris

Tatjana de Rosnay: 5 Tage in Paris
LZ

Wieso sollte es in Dein Regal?

Zu allererst einmal: einfach, weil sich alles um die Stadt der Liebe dreht und wie Du spätestens seit „Midnight in Paris“ wissen solltest, ist das Herzstück Frankreichs im Regen am schönsten!

Im Zentrum des Buches steht die vierköpfige Familie Malegarde, die aus verschiedenen Ecken der Welt anreist und sich für ein Wochenende in Paris trifft - trotz miserabler Wetterverhältnisse.

Neben den gegenwärtigen Auseinandersetzungen rund um das stürmische Wiedersehen, dem plötzlichen Zusammenbruch des Vaters und die sich dramatisch verschlechternde Witterung, stellt Rosnay retrospektiv ältere Kapitel und ungeklärte Konflikte im Leben der einzelnen Charaktere vor und stößt somit einen gewaltigen Wiederaufarbeitungsprozess innerhalb der Familie an. Rosnay schafft mit der selbstreflektierten Sicht vom Protagonisten Linden auf die Beziehung zu seinem Vater eine Grundlage für die Transformation und Weiterentwicklung einer wackligen, aber liebevollen Verbindung.

Ganz besonders schön: die Kindheitserinnerungen der beiden Kinder Linden und Tilia, die beide nach einer Baumart benannt wurden. Denn der Vater liebt und schätzt Bäume und die Natur!


Mehr zu Lifestyle und dem feinen Leben findest Du in unserem Ressort fein leben.


Lea Zirkelbach